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Blutfe­tisch & Biografie – Teil 1 – Theorie und Szene

  • Beitrags-Kategorie:BDSM

⚠️ Trigger Warnung! ⚠️ 

Folgende Themen werden in Text- und Bildform in diesem Blog erwähnt/gezeigt: Blut, Wunden, Schnitte, Nadeln, Narben, Menstrua­ti­onsblut, Infek­ti­ons­ri­siken, Bloodplay, BDSM, Fearplay, Vampi­rismus und sexua­li­sierte Körperflüssigkeiten.

Wenn du merkst, dass dich solche Themen schnell überwäl­tigen, dann schütze dich bitte und lies diesen Blog nur in einem Moment, der sich sicher anfühlt.

Eine persön­liche Spurensuche

Seit meiner Jugend begleitet mich eine Frage, die ich nie wirklich beant­worten konnte:

Warum ausge­rechnet Blut?

Warum faszi­niert mich das klebrige Lebens­elixier, während mich stumpfe Gewalt doch so kalt lässt? Was hat es mit den Ritualen auf sich, die mich gefangen nehmen? Warum entwi­ckelte sich ein Fetisch, der bis heute ein Funkeln in mir auslöst?

Sicher, ich könnte das einfach so hinnehmen und mich auf dem ich bin halt so” ausruhen…aber nö, ich will das schon analy­sieren 😉 Der Autismus (mittler­weile diagnos­ti­ziert) fordert wohl seinen Tribut.

Also lasst uns auf Spuren­suche gehen: In meiner Biografie, in Filmen und Serien, in all den Dingen, die mich erheitern. Doch zunächst kläre ich euch ein bisschen über den Fetisch auf und zeige, was die Fetis in eurer Nachbar­schaft so hinter verschlos­senen Türen treiben. Natürlich bekommt ihr zur Visua­li­sierung viele meiner liebsten Archiv-Fotos mit Blut zu sehen. Alle, die bis zum Schluss durch­halten, können ein ganz frisches Set passend zum Thema genießen.

Zensur und Gedanken

Jugend­schutz ist bei diesem Blog ein heißes Thema. Falls es euch öfter so vorkommt, als würde ich um den heißen Brei herum tanzen: Ja, genau, das muss ich. Es ist lächerlich, wie arg die Geset­zes­vor­gaben die Weitergabe von neutralen Infor­ma­tionen erschweren. Proble­ma­tisch wird es, wenn mein Text selbst­schä­di­gendes Verhalten nahelegt, attraktiv erscheinen lässt oder praktische Nachahmung erleichtert. Also wundert euch nicht, dass ich zahme Formu­lie­rungen wählen muss 😉

Wie immer verur­teile ich in meinem Beitrag absolut keine Ausprägung des Blutfe­ti­sches und tische euch meine Gedanken ungefiltert auf ♥️ Ich nutze für den Text sowohl Blood Play” als auch Bloodplay” als Schreib­weise, da es in der Szene keine einheit­liche globale Verwendung gibt.

Viel Vergnügen beim Lesen.

Was gibt es über Bloodplay und Blutfe­tisch zu wissen?

Wenn Menschen hören, dass jemand mit Blut rumspielt", entstehen meist sehr ähnliche Bilder: Viele denken an Gewalt, schwere Krank­heiten oder Selbst­ver­letzung. Andere verbinden Blut automa­tisch mit Horror­filmen oder Serienmördern.

Mit meiner Realität hat das nicht ganz so viel zu tun.

Der Begriff Blood Play" bezeichnet sexuelle oder intime Praktiken, bei denen Blut bewusst Bestandteil des Spiels ist. Leider eine vergleichs­weise seltene Vorliebe, über die es nur wenig wissen­schaft­liche Forschung gibt. Noch seltener sind Personen, die Blut selbst als primären eroti­schen Reiz erleben bzw. öffentlich aufzählen.

Was weiß die Forschung über die Ursachen vom Blutfetisch?

Über die Entstehung des Blutfe­ti­sches gibt es erstaunlich wenig Forschung. Der Fachbe­griff Hämato­lagnie beschreibt sexuelle Erregung durch Blut, seine Vorstellung oder den Umgang damit. Unter­sucht wurde das Thema bisher aber nur selten.

Viele ältere Texte beschäf­tigen sich mit sogenanntem klini­schem Vampi­rismus. Dabei geht es häufig um zwang­haftes Bluttrinken, schwere Selbst­ver­let­zungen, psychische Krisen oder Gewalt­taten. Das hat nur wenig mit einver­nehm­lichem Bloodplay innerhalb von BDSM zu tun.

Einzelne Fallbe­richte bringen die Faszi­nation für Blut mit frühen Verlusten, unsicherer Bindung, fehlender familiärer Nähe und dem Wunsch in Verbindung, einen anderen Menschen aufzu­nehmen oder eine Trennung zu überwinden. Ältere psycho­lo­gische Deutungen nennen außerdem Leben, Kraft, Kontrolle, Verschmelzung und die Überwindung von Distanz.

Diese Ansätze stammen größten­teils aus psycho­ana­ly­ti­schen Betrach­tungen und wenigen, meist psych­ia­trisch stark belas­teten Einzel­fällen. Sie sind daher mögliche Inter­pre­ta­tionen, keine bewie­senen Ursachen und lassen sich nicht allgemein auf Blutfe­tisch oder einver­nehm­liches Bloodplay übertragen.

Auch ist ein Fetisch nur dann eine psychische Störung, wenn er starken Leidens­druck verur­sacht, den Alltag beherrscht oder ohne Zustimmung anderer Wesen ausgelebt wird.

Hier ein spannender Fallbe­richt zum klini­schen Vampirismus. 

Warum sich eine bestimmte Vorliebe entwi­ckelt, lässt sich meist nicht auf einen einzelnen Auslöser zurück­führen. Vermutet wird eine Mischung aus persön­lichen Erfah­rungen, Fantasien, Bezie­hungen, Medien und sexuellen Lernpro­zessen. Ein Bild oder eine Situation kann zunächst faszi­nieren und später immer stärker mit Erregung verbunden werden.

Auch belas­tende Kindheits­er­fah­rungen werden unter­sucht. Manche Studien finden Zusam­men­hänge, aber daraus lässt sich keine direkte Ursache ableiten. Gerade über Blutfe­tisch und Bloodplay sagen diese Ergeb­nisse kaum etwas Konkretes aus.

Die Forschung liefert also eher mögliche Erklä­rungen als klare Antworten. Warum Blut für eine Person sexuelle oder emotionale Bedeutung bekommt, bleibt sehr individuell.

Die (einsame) Community

Wer sich als BDSMler gerne vernetzen möchte, hat eine kleine Anzahl von seriösen Portalen zur Verfügung, die unter­schied­licher nicht sein könnten. Ich nehme mir für diesen Blog die größten Netzwerke in Sachen Blutfe­tisch vor. Teilweise ist bei den Seiten die Technik veraltet, genauso wie das Gedan­kengut, andere Seiten sind eher auf Hetero Singles ausgelegt oder Facebook in kinky. Macht euch am besten selbst ein Bild. Jugend­freies Social Media, unerfolg­reiche Projekte und pure Dating-Apps lasse ich bewusst außen vor.

Sklaven­zen­trale (SZ)

Nur etwa 4000 User:innen auf der SZ geben Blut” als Fetisch an. Das sind nur 1,6 % aller angemel­deten Profile (Stand: 18.07.2026). Bloodplay selbst steht nicht zur Auswahl in der Fetischliste.

Zum Vergleich: Fesseln/Bondage findet sich bei 61 %, Natursekt bei 25 % und der öffentlich meist verlachte Fußfe­tisch bei 12 % der Mitglieder.

Es gibt auch einen Blood” Zirkel, der mit traurigen 25 Mitgliedern bestückt ist, von denen kaum jemand das Portal noch aktiv nutzt. Unange­neh­mer­weise sieht es der Zirkel auch für nötig an, in seiner Beschreibung eine klare Distan­zierung von Borderline” vorzu­nehmen. Was ich als sehr armselig und in den frühen 2000ern hängen geblieben bezeichnen möchte.

Fetlife (FL)

Weltweit geben auf FetLife nur 91.178 Kinkster Blood Play auf ihrer Fetisch­liste an. Das entspricht bei etwa 10.903.317 angemel­deten Profilen gerade einmal 0,84 % (Stand: 19.12.2023).

Aufgrund der behörd­lichen Regelungen (bzw. der Kredit­kar­ten­be­treiber) ist der Begriff auch in der Suche gesperrt und es darf nur wenig Content damit hochge­laden werden. Hier ist die Übersicht der sehr ausführ­lichen Regeln.

Joyclub

Auf dieser Plattform gehört Blut zu den nicht gestat­teten Fetischen”. Es wird als Verstüm­me­lungs-Praktik mit vermutlich bleibenden Schäden” gelistet. Mir wurde wegen der bloßen Erwähnung meiner Vorliebe schon Inhalte abgelehnt, da ich diese Themen nicht bewerben” dürfe. Autsch.

Ich konnte auch hier nur eine geschlossene Gruppe (Sharp­T­hings) ausfindig machen, die sich mit Bloodplay als Unter­thema von Needleplay befasst. Leider recht inaktiv.

Jedoch gibt es für Vampirfans die Gruppe Vampires Rollenspiel/LARP”, wo sich vielleicht die eine oder andere Seele auftreiben lässt.

Telegram, Reddit und allge­meine Foren

Eine öffentlich auffindbare, seriös moderierte Telegram-Gruppe speziell für Bloodplay konnte ich weder auf Deutsch noch auf Englisch finden. Ich empfinde Telegram-Gruppen auch nur seriös, wenn dort bereits etablierte und mit Gesicht bekannte Personen inserieren.

Reddit und allge­meine (alte) Foren­bei­träge konnte ich einige aufspüren, werde diese hier aber nicht auflisten, da sie für mich wenig Glaub­wür­digkeit liefern. Haltet euch lieber an die echten FSK18 Commu­nitys mit greif­barem Impressum.

Dieses Foto habe ich im Oktober 2024 aufge­nommen. Es sollte meine Traurigkeit über die Einsamkeit mit diesem Fetisch darstellen. Erst bei der Recherche für diesen Blog und als die niedrigen Prozent­werte über meinen Bildschirm huschten, wurde mir so richtig klar, wieso meine Perso­nen­suche dermaßen fruchtlos ist.

Fazit

Ein Austausch zwischen Gleich­ge­sinnten oder sogar Workshops zu dem Thema Blutfe­tisch sind also gar nicht so leicht zu finden oder schlicht nicht existent.

Meine Kontakte sind rar und organisch über Freund­schaften und Standard Workshops entstanden. Queerness und Neuro­di­ver­sität sind bei mir bekannten Blutfans gleicher­maßen oft vertreten – was wirklich schön ist. Wenn ihr jedoch auf cis Männer steht, könnte es schlechter aussehen.

In der erwei­terten” Piercing, Tattoo und Body Modifi­cation Szene sind viele extrem BDSM und Bloodplay Fans unterwegs. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Woher also das Wissen nehmen?

Auch ich darf euch hier keine Anlei­tungen geben oder tieferes Wissen zu Bloodplay vermitteln. Deshalb gebe ich euch folgendes mit:

Das Spiel mit Blut bringt reale Infek­ti­ons­ri­siken mit sich. Über Blut können unter anderem Hepatitis B, Hepatitis C und HIV übertragen werden, wenn es in offene Hautstellen, Stich­ver­let­zungen oder auf Schleim­häute gelangt. Zusätzlich kann jede Verletzung der Haut zu einer bakte­ri­ellen Infektion führen.

Bevor ihr Bloodplay auspro­biert, solltet ihr deshalb verstehen, wie Kreuz­kon­ta­mi­na­tionen entstehen, wie Wunden versorgt werden und was bei einem verse­hent­lichen Blutkontakt zu tun ist. Dazu gehören auch Kennt­nisse über sterile Einweg­ma­te­rialien, deren sichere Entsorgung und den eigenen Impfschutz. Vertrauen und ein bekannter Teststatus ersetzen dieses Wissen nicht.

Die meisten Personen, die Needle Play prakti­zieren, kennen sich auch bestens mit Wunden und Blut aus. Des Weiteren gibt es immer wieder Erste Hilfe BDSM Workshops. Ihr könnt dort im Vorfeld die Workshop­leitung ansprechen und um weiter­füh­rende Tipps bitten. Wenn euch das Thema wirklich am Herzen liegt könnt ihr auch bei vielen Workshop­lei­tungen Einzel­ses­sions zur persön­lichen Fortbildung buchen.

Kunstblut

Das richtige Kunstblut zu finden ist gar nicht so leicht. Um ehrlich zu sein, bin ich selbst noch auf der Suche. Bisher habe ich Vampire Blood” und Festicy Kunstblut” auspro­biert. Aussehen tut beides gut, nur juckt es schnell und die Haut wird zu stark verfärbt. Beides eignet sich auch nicht zum in den Mund nehmen. Sollte ich ein vollum­fänglich gutes Kunstblut finden, werde ich es an dieser Stelle nachtragen. Schreibt mir gerne, wenn ihr einen Tipp habt.

Derzeit plane ich, Kryolan mal durch­zu­testen bzw. mich dort beraten zu lassen.

Häufige Formen von Blood Play / Blutfetisch

Ich werde oft damit konfron­tiert, dass Menschen ganz enge Vorstel­lungen davon haben, was im Fetisch­be­reich mit Blut getan wird. Fragen wie: Ist das jetzt schon Bloodplay, wenn ein Rohrstockhieb was aufschneidet?”, können wir recht einfach beant­worten. Darum lasst uns doch einmal genauer hinschauen und den Blick ausweiten.

Blut als ästhe­ti­sches und senso­ri­sches Element

Für manche Kinkster liegt der Reiz vor allem im Anblick:

  • Blut auf der Haut, im Gesicht, besonders auf Zunge und Lippen
  • einzelne Tropfen, die herunterlaufen
  • verschmierte Spuren auf der Bettwäsche
  • Handab­drücke
  • Kontraste in der Farbe zwischen Haut und Blut
  • Vergäng­lichkeit (Blut trocknet, verändert sich), Leben­digkeit, Körper­lichkeit, Verletzlichkeit
  • Worte können auf die Haut geschrieben werden (Lob, Besitz­an­zeige, Humiliation etc.)

Hier ist es ein optischer Reiz, der oft in künst­le­ri­scher und fotogra­fi­scher Ästhetik ausgelebt wird. Schmerz steht nicht unbedingt mit Vordergrund.

Genauso können unsere Sinne im Mittel­punkt stehen:

  • Wir spüren Wärme, Feuch­tigkeit und Glätte auf der Haut
  • Leichte Klebrigkeit entsteht beim Antrocknen
  • Der Tempe­ra­tur­un­ter­schied zur Umgebung, sowie der Kontrast zwischen fließendem und angetrock­netem Blut verändert das Gefühl
  • Vielleicht mögen wir den charak­te­ris­ti­schen metal­li­schen Eigen­geruch oder Geschmack
  • Langsames Herab­laufen mit Tropfen­bildung, Verwi­schen mit den Fingern und die entste­henden Muster werden spürbar

Oberfläch­liche Hautver­let­zungen und Kratzer

Die bekann­teste Form von Bloodplay sind kleine, bewusst gesetzte oberfläch­liche Hautver­let­zungen. Mit den Finger­nägeln oder durch spezielle Ringe aus Edelstahl können der Haut auch Spuren zugefügt werden. Dabei stehen je nach Person das Ritual, die Symbolik oder das bewusste Erleben des Moments im Vordergrund.

Hier kann die Art des spitzen Schmerzes als erotisch empfunden werden und in Kombi­nation mit dem Anblick von Blut eine Luststei­gerung hervorrufen.

Nadel­spiele (Needle Play), Cuttings und Bodymodifications

Wie der Name schon sagt, wird hier z. B. mit Nadeln gespielt. Aus Jugend­schutz­gründen darf ich die Techniken nicht weiter erläutern 😉 Google ist euer Freund.

Nicht immer fließt bei diesen Plays überhaupt Blut. Manche Menschen empfinden die Präzision und den kontrol­lierten Umgang mit dem Körper als reizvoller als das Blut selbst. Blut kann hier jedoch als Stilmittel eine Ergänzung zu den kunst­vollen Nadel­bildern sein.

Blut als Ritual

Hier entsteht das Blut eher als Mittel zum Zweck. Es kann beispiels­weise gemeinsam betrachtet, bewusst wahrge­nommen, durch einen Kuss geteilt oder als Symbol einer beson­deren Verbindung verstanden werden. Für viele Kinkster ist dieser rituelle Charakter wichtiger als die Menge des Blutes.

In manchen D/s‑Dynamiken bleibt nach einer Session bewusst eine kleine Spur zurück. Diese wird als Erinnerung an das gemeinsame Erlebnis verstanden und ist vergleichbar mit blauen Flecken, Kratz­spuren oder Seilab­drücken. Passend dazu kann Blut, wie auch andere Körper­flüs­sig­keiten, in Schmuck aufbe­wahrt und als Herrschafts­symbol getragen werden.

Vampi­rismus

Eine weitere Gruppe verbindet Blood Play mit Vampir­fan­tasien. Dabei steht meist weniger das tatsäch­liche Trinken von Blut im Vorder­grund als die Symbolik von Biss, Hingabe, Intimität, Leben und Unsterb­lichkeit. Viele Personen mit Vampir­fe­tisch prakti­zieren aber überhaupt kein Blood Play. Hier wird sich mit Kunstblut beholfen und so ein sinnliches Rollen­spiel (LARP) erzeugt.

Menstrua­ti­onsblut und Body Worship

Eine Sonder­rolle innerhalb von Blood Play nimmt Menstrua­ti­onsblut ein. Während es für viele Menschen gesell­schaftlich mit Scham oder Ekel verbunden ist, kann es für andere gerade deshalb eine besondere Bedeutung erhalten. Im BDSM-Kontext steht dabei jedoch häufig nicht das Blut selbst im Mittel­punkt, sondern die vollständige Annahme und Verehrung des Körpers (Body Worship).

Menstrua­ti­onsblut wird in solchen Dynamiken als natür­licher Bestandteil des Körpers verstanden und kann Ausdruck von Akzeptanz, Intimität und bedin­gungs­loser Wertschätzung sein. Für manche Personen liegt der Reiz daher weniger im Blut als vielmehr in der Botschaft: Jeder Teil deines Körpers darf gesehen, angenommen und geliebt werden.

Ebenfalls mögen einige Fetischisten Geruch und Anblick von Menstrua­ti­onsblut. Da kann es z. B. um die Vorliebe von Oralsex gehen, außerdem können getragene Binden und Tampons im Internet erstanden werden. Genauso sind Videos vom Tampon­wechsel mehr als beliebt.

Rollen­spiele

Rollen­spiele, die Angst erzeugen sollen (Fearplay), können wunderbar mit Blut verbunden werden. So hat die verrückte Wissen­schaft­lerin, der Serien­killer im Armani-Anzug, der Leder­schürzen-Schlachter oder die Nonne im Rausch der heran­rü­ckenden Apoca­lypse gleich eine furcht­ein­flö­ßendere Optik, wenn Blut im Spiel ist.

Hahaha ja, ich habe mich mal von einer Nonne mit Blut salben lassen, damit ich auf jeden Fall ins Paradies eintreten kann. Ich war doch so ein braver Muster­schüler als der kleine Streber Gustav” während eines School-Plays. 

Danke werte Schwester Agathe 🙏

Ihr seht also: Blood Play hat im Kern nichts mit selbst­ver­let­zendem Verhalten gemein und ist so vielfältig wie die prakti­zie­renden Wesen selbst. Auch geht es nicht um eine abschre­ckende Insze­nierung für Dritte, wie bei Splatter/Gore. Vielmehr ist es oft Ausdruck von tiefer gemein­samer Nähe und einer persön­lichen Ästhetik.

Jede dieser Formen Blut zu lieben ist aus einem komplexen Zusam­men­spiel von Persön­lichkeit, Biografie, Lernerfah­rungen, Bindung und Zufällen in den jeweilgen Kinkstern entstanden.

Und so ist es auch bei mir.

Bereit, sich meine Biografie genauer anzusehen? Machen wir uns auf die Pirsch.